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Punkt erkämpft am Harzer Nordrand – Seipel-Elf belohnt sich für Kampfgeist
„Wir haben uns den Punkt mit Einsatz und Glück erarbeitet“ – dieses Fazit von Trainer Benedikt Seipel beschreibt perfekt, was sich am Harzer Nordrand über 90 intensive Minuten abgespielt hat. Und da kann man unserem Coach nur voll zustimmen: Was die Blau-Weißen vor allem in Durchgang zwei zeigten, war Abstiegskampf pur. Leidenschaft, Wille, Kampfbereitschaft – und eben auch das kleine Quäntchen Glück, das man in dieser Situation einfach braucht.
Gute Unterstützung – und ein schwieriger Start
Es war die wohl kürzeste Auswärtsfahrt der Saison – und rund 50 SCH-Fans begleiteten die Mannschaft nach Wernigerode. Mit ordentlich Rückenwind aus dem ersten Saisonsieg gegen Halle wollte man mutig auftreten. Doch der Einstieg ins Spiel fiel schwer: Die Hausherren waren robust, der Platz schwer zu bespielen – der SCH musste erst einmal reinfinden. So ging der FC Einheit Wernigerode bereits in der 17. Minute durch Usman Taiwo in Führung. Nach einer unglücklichen Abwehraktion musste die Nummer 19 der Gastgeber nur noch einschieben. Doch unsere Jungs zeigten eine Reaktion: Robin Vogt hatte zwei gute Gelegenheiten, Torschütze Bako verpasste eine scharfe Hereingabe nur knapp, und auch einige Ecken brachten Unruhe in den Strafraum der Gastgeber. Der SCH war angekommen – und nahm den Kampf an.
Mutige Antwort nach der Pause
In der zweiten Halbzeit zeigte sich der SCH noch präsenter, noch griffiger in den Duellen. Die Mannschaft legte in Sachen Robustheit zu, nahm die Zweikämpfe an und setzte den Gegner mehr unter Druck. Besonders mit der Einwechslung von Leon Gümpel kam neuer Schwung in die Offensive, da mit Schnellhardt und Wolanski gleich zwei Leistungsträger gelbgesperrt fehlten.
Der Ausgleich fiel in der 65. Minute: Nach einem Gewühl im Strafraum reagierte Kristian Bako am schnellsten und drückte den Ball zum 1:1 über die Linie. Kein Traumtor – aber ein umso wichtigerer Treffer!
Zittern bis zum Schluss – aber Standing Ovations für die Moral
Wernigerode erhöhte in der Schlussphase noch einmal den Druck – und der SCH musste Schwerstarbeit verrichten. „Der Druck war am Ende sehr hoch“, bestätigte Seipel nach dem Spiel. Doch Keeper Aleksandar Stanković behielt klare Nerven und verhinderte in der Nachspielzeit mit einer Glanzparade den erneuten Rückstand. Die gesamte Abwehrreihe blockte, grätschte und kämpfte – genau das, was ein Auswärtspunkt im Abstiegskampf verlangt.
Serie hält – und Hoffnung wächst
Mit dem 1:1 erkämpft sich die Seipel-Elf den vierten ungeschlagenen Auftritt in Folge. So kann man mit einem guten Gefühl sagen:
Diese Mannschaft lebt. Diese Mannschaft kämpft.
Jetzt heißt es dranbleiben – und die kleine Serie nächste Woche auch in Halberstadt weiter ausbauen.
Spieldaten
FC Einheit Werningerode – 1. SC 1911 Heiligenstadt 1:1 (1:0)
FC Einheit Werningerode
Lohse – Siegbeil – Kuhnold – Wersig – Dörnte – Farwig – Lisowski – St. Louis (73. Pandyal) – Schlichting – Taiwo – Hunter
SC Heiligenstadt
Stankovic – Köhler – Abdoul Aziz – Henkel (60. Gümpel) – Göbel – Jeschke (60. Jeschke) – Möhlhenrich – Vogt – Pietsch – Gorges (67. Dornieden) – Bako
Schiedsrichter
Bartsch
Zuschauer
134
Tore
1:0 Taiwo (17.), 1:1 Bako (65.)





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