Spielbericht: Bad Langensalza – SCH I

Spielbericht: FSV Preußen Bad Langensalza – 1. SC 1911 Heiligenstadt 0:3 (0:1)

Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung brachte der SCH am Samstag hochverdient drei Punkte aus der Rosenstadt Bad Langensalza mit nach Hause. Dabei waren die Voraussetzungen mehr als ungünstig, denn in der Offensive herrschte akute Personalnot. A. Rohner und A. Wilhelm fehlten in der Trainingswoche. Ersteren plagt nach wie vor der Oberschenkel, letzteren hinderte ein Infekt. Kapitän Möhlhenrich ist nach seiner Innenbandverletzung erst wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Alle drei setzten sich aber für den Notfall auf die Bank.
So fand sich Abwehrrecke M. Heinevetter im Sturmzentrum wieder, E. Wiedenbruch nahm seinen Platz in der Innenverteidigung ein. Doch dem hochtalentierten Wiedenbruch merkte man die fehlende Spielpraxis an. Als er in der 28. Minute im Laufduell als letzter Mann nicht ganz fair blieb, schickte ihn der Referee regelkonform vom Feld. Heinevetter nahm seinen gewohnten Platz in der Abwehrzentrale ein und zeigte mehr als deutlich, wo er hingehört. Der erste Konter in Unterzahl brachte die Führung. R. Merfert kam kurz hinter der Strafraumgrenze an den Ball und schoss diesen in die rechte untere Ecke. Nur wenige Minuten später stieg Keeper C. Sternadel etwas aggressiv dem Preußen-Stürmer Fiß hinterher, so dass Schiedsrichter S. Greif auf Strafstoß entscheiden musste. Der SCH-Hüter hielt den von F. Müller getretenen Ball großartig, was bei seinen Vorderleuten zusätzliche Kräfte freisetzte. Die Preußen versuchten jetzt breiter und schneller zu agieren, aber die Heiligenstädter waren bereit, jeden Meter zuzulaufen. Auffällig agierte dabei M. Lerch, der im Mittelfeld aus so gut wie jedem Zweikampf als Sieger hervorging. In der Halbzeitpause war allen in der SCH-Kabine klar, dass es eine Frage des Willens werden würde, wollte man die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Dieser Wille zeigte sich mit Beginn der zweiten Spielhälfte sofort. M. Heinevetter organisierte die Defensive lautstark, so dass die kurze Drangphase des Gastgebers erfolglos blieb. Jetzt brauchte man zur Entlastung einen konterstarken Torgaranten. A. Wilhelm ist für diese Rolle mehr als prädestiniert, was er mit seinem dritten Saisontor unter Beweis stellte. Die Preußen versuchten alles, brachten aber die SCH-Defensive nicht mehr in Bedrängnis. In der 77. Minute belohnte sich M. Henkel für sein laufintensives Spiel selbst, als er einen weiteren Konter souverän vollendete. Kurz darauf bestrafte der sehr gute Referee das überharte Einsteigen des Langensalzaers F. Müller im Mittelkreis mit der roten Karte, so dass auf dem Feld wieder Gleichzahl herrschte. Ohne Schwierigkeiten brachten die Heiligenstädter den Sieg über die Bühne, den sie sich dank großer Moral und Willensstärke als Team verdient hatten.

Für den SCH spielten:
C. Sternadel, M. Henkel, M. Hanusch, E. Wiedenbruch, M. Heinevetter, J. Hausner, R. Merfert (A. Wilhelm), G. Kränzel , G. Thunert, M. Lerch (A. Rohner)
K. Rhöse (D. Döllmann)

A.M.