1. SC 1911 Heiligenstadt – SC 1903 Weimar 3:1 (1:1)

RB Leipzig Sportchef Ralf Rangnick sagte nach dem Spiel seiner Bullen gegen den BVB, „dass der Sieg aufgrund der zweiten Spielhälfte verdient war“. Treffender hätten es die SCH-Verantwortlichen für die Begegnung des eigenen Teams nicht formulieren können. Und obwohl unsere Jungs für „ohne Geld“ Fußball spielen, tun sie das mit der gleichen Leidenschaft. Denn was die „Jugendgruppe“ um die beiden „routinierten Anführer“ Möhlhenrich und Lubojanski in der zweiten Halbzeit am Samstag gegen den SC 1903 Weimar ablieferten, nötigt schon Respekt ab. Mit unglaublichem Willen drehte der SCH ein Spiel, was in der ersten Spielhälfte bereits verloren gewesen sein konnte.
Da zeigten die Gäste, was eine gestandene Thüringenliga-Mannschaft ist. Von Beginn an wurden wir unter Druck gesetzt und konnten uns kaum befreien. Die gegnerische Hälfte schien unerreichbar. Weimar erarbeitete sich einige Torchancen, aber Jeske im Tor oder ein anderer Heiligenstädter warfen sich erfolgreich dazwischen. Eine Unachtsamkeit brachte den Führungstreffer für Weimar und man musste Schlimmes befürchten. Unerklärlicherweise schalteten die Gäste einen Gang zurück, womit dem SCH die Möglichkeit geboten wurde, selbst aktiv ins Spiel einzugreifen. Die erste Tormöglichkeit bot sich Adrian Wilhelm in der 26. Minute und der Junge weiß einfach, wo der Ball hingehört. Ausgleich!
Bis zur Pause mussten die Heiligenstädter noch einige brenzlige Situationen überstehen, was mit Glück und Geschick gelang. Die Kabinenansprache bestand aus ein paar aufmunternden Worten, welche ihre Wirkung nicht verfehlten. Kampfgeist, Leidenschaft, aber auch spielerische Elemente kennzeichnete jetzt das Spiel unserer Mannschaft. Es gelang immer besser, die Gäste von unserem Tor fern zu halten und als sich A. Wilhelm in der 71. Minute erneut eine Möglichkeit bot, nutzte er auch diese. Nur wenige Minuten später schloss Niklas Launert einen Konter zum 3:1 ab und das Spiel war entschieden. Weimar versuchte noch einmal alles, aber jeder einzelne SCH-Akteur verteidigte das Tor aufopferungsvoll. Einige gute Konterchancen hätte man cleverer ausspielen können, aber ein höherer Sieg wäre wirklich zu viel des Guten gewesen.
Übrigens sagte RBL-Trainer Hasenhüttel nach dem Spiel gegen Dortmund: „Wir wissen schon, wo wir herkommen, … und wir haben noch ziemlich viel zu lernen, aber wir sind auf einem richtig guten Weg.“ Man könnte glatt denken, Rangnick und Hasenhüttel waren am Samstag auf dem Stelzenberg.
Für den SCH spielten:
P. Jeske, N. Berger, E. Wiedenbruch, M. Henkel, G. Kränzel, T. Cvitanovic (I. Peric),
S. Möhlhenrich, B. Dragicevic (N. Launert), M. Lerch, M. Lubojanski,
A. Wilhelm (R. Merfert)
A.M.

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